Warum fasten wir ?

Posted on Juni 3, 2016

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Warum fasten wir ?

Das Erlangen von Gottesfurcht:

Als Allah das Fasten auferlegt hat, hat Er es mit der Gottesfurcht verknüpft: „Vielleicht werdet ihr gottesfürchtig.“ (2:183)

Er machte die Gottesfurcht zur Konsequenz des Fastens. Jabir (radiAllahu ‚anh), sagte: „Wenn du fastest, dann soll sich dein Gehör, deine Sicht und deine Zunge der Verleumdung enthalten. Unterlass die Kränkung der Nachbarn. Es sollen an dir Ruhe und Ernst zu sehen sein. Mach deinen Fest – und Esstag nicht gleich. (Ibn Rajab in lata’if al ma’arif)

Wer aber Verbotenes begeht, während er fastet, dann ist kein Zweifel daran, dass das Fasten auf ihn nicht eingewirkt hat, denn wer fastet und trotzdem Sünden begeht, ist sicher kein Gottesfürchtiger. Der Gesandte Allahs (‚alaihi salatu wa sallam), sagte: „Wer sich dem nutzlosen (und sogar schädlichen) Gereden, denen entsprechenden Handeln und der Torheit, nicht enthält, dann ist es Allah nicht nötig, dass dieser sich seinem Essen und Trinken enthält.“

 

Die Bewahrung der Gliedmaßen vor den Sünden:

Zu den Vorteilen und Weisheiten des Fastens gehört, dass sich der Mensch dadurch die Seele und die Gliedmaßen vor den Sünden bewahrt und denen nicht näherkommt, damit sein Fasten richtig verrichtet wird und er sich daran gewöhnt, sich stets von diesen verbotenen Taten fernzuhalten. Wenn der Mensch Hunger hat, dann sind viele Sinne davon betroffen. Doch wenn der Mensch satt ist, dann haben seine Zunge, seine Augen, seine Hände und sein Geschlechtsteil Hunger. Auf diese Weise führt das Fasten zu einer Überwältigung des Teufels, zu einem Bruch mit den Begierden und zum Schutz der Gliedmaßen.

Diät für den Körper:

Zur Allweisheit Allahs gehört. Dass dieses Fasten eine Diät für den Körper ist. Es liegt kein Zweifel daran; dass die Diät eines der wirkungsvollsten Heilmittel ist; denn das Fasten macht den Körper immun und stark. Dazu verleiht es ihm Geduld und Standhaftigkeit gegen Hunger und Durst, so dass, wenn ihn mal der Hunger oder Durst überkommt, er dies bereits kennt, was für ihn ein großer Nutzen ist.

Die Erinnerung an die Armen und Verhungernden:

Eine der Weisheiten, die in dem Fasten stecken, ist, dass der Fastende, wenn er den Schmerz des Hungers verspürt, sich besser in die Lage der Armen hineinversetzen kann und sich somit freundlich ihnen gegenüber verhält und ihnen zu essen gibt, denn es ist schließlich nicht das Gleiche, nur vom Hunger zu hören oder ihn am eigenen Leib zu erfahren.

Wenn der Mensch den Hunger spürt, wendet er sich Allah zu und bittet Ihn um Hilfe, wie es in einem Hadith steht: „Dem Gesandten Allahs (‚alaihi salatu wa sallam), wurden die Berge von Mekka aus Gold angeboten. Er sagte: „Nein, mein Herr. Ich gebe mich damit zufrieden, dass ich einen Tag Hunger habe und einen Tag satt bin. Wenn ich Hunger habe, wende ich mich Dir zu und gedenke Deiner. Wenn ich satt bin, lobe ich Dich und danke Dir.“ (At-Tirmidhi,2347)

Verminderung der sexuellen Lust:

Der Gesandte Allahs (salallahu ‚alaihi wa sallam) riet den unverheirateten jungen Männern mit dem Fasten als „wigā“, d.h. als Verminderungsmittel für die sexuelle Lust. Es kommt in seinem Hadith vor: „Oh junge Männer, wer von euch sich die Heirat leisten kann, der soll heiraten, denn sie hilft bei der Abwendung des Blicks und dem Schutz des Schamteils. Wer es aber nicht kann, der soll fasten, denn es ist für ihn ein Verminderungsmittel.“

Der Ruf zu Allah, dem Erhabenen

Es ist auch eine große Gelegenheit, um zu Allah zu rufen, denn die Herzen der Menschen drängen zu den Moscheen: einige betreten sie zum ersten Mal, andere wiederum haben sie schon sehr lange nicht mehr betreten und befinden sich in einem Zustand seltener Liebenswürdigkeit. Man muss diese Gelegenheit beim Schopfe packen, um freundliche Empfehlungen, angemessene Erklärungen und nützliche Worte aussprechen, die sich auf Gottesfurcht und Frömmigkeit gründen.

Aus: Das Buch des Fastens

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Posted in: Sonstiges