Anleitung zum Gebet des Propheten (mit Bildern)

Posted on August 31, 2012

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Anleitung zum Gebet des Propheten (mit Bildern)

Quelle: qiyaam.wordpress.com

بسم الله الرحمن الرحيم

Vorwort:

Mit den Worten Allahs -des Erhabenen- möchte ich diese Anleitung zum Gebet beginnen: {Und diejenigen, die ihr Gebet einhalten. Jene werden sich in Gärten befinden und (darin) geehrt}(70:34 – 35) und: {Und verrichtet das Gebet } (2:43), sowie auch: {Und diejenigen, die das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten und an Allah und den Jüngsten Tag glauben. Ihnen werden Wir großartigen Lohn geben} (4:162) Das Gebet ist eine der fünf Säulen des Islam und eine unvermeidliche Pflicht, die uns Allah auferlegt hat. Leider verrichten viele Muslime das Gebet nicht nach unserem Vorbild, – dem Propheten -/Allahs Segen und Friede auf ihm), oder können  das Gebet überhaupt nicht verrichten, obwohl der Prophet – sall-llahu ‘alaihi wa salam – sagte: Der Pakt/Vertrag zwischen uns und ihnen ist das Gebet. Wer es verlässt, der hat Unglaube (Kufr) begangen  (d.h., er wird ein Kafir, ein Abtrünniger).“ (Tirmidhi, 2621: Sahih) und in einem anderen Hadith heißt es:Was zwischen einer Person und dem Shirk (die Beigesellung von “Göttern” neben  Allah) und dem Kufr (Unglauben) steht, ist ihr Gebet.“ (Sahih Muslim #82). Daher ist es äußerst wichtig den Vertrag und die Verbindung mit unserem Schöpfer am Leben zu erhalten.

Ich habe versucht diese Gebets-Anleitung so anschaulich und so einfach wie möglich zu gestalten. Dabei habe ich auch die entsprechenden Beweise genannt,  so dass man nicht nur “blind” lernt, sondern aufgrund des Beweises weiß, weshalb man das Gebet auf diese Art und Weise verrichtet. Ich habe, betreffend das Gebet, bewusst nicht die Meinungsverschiedenheiten der Gelehrten erwähnt, da ich dies nicht als Notwendigkeit zum Erlernen desselbigen betrachtet habe. Des weiteren würde dies den Rahmen dieser -Anleitung zum Gebet- sprengen.

Diese Anleitung basiert auf dem Buch von Shaykh al-Albani – möge Allah sich seiner erbarmen – “Das Gebet des Propheten” . Daher verweise ich an dieser Stelle auf dieses Buch, falls es nach dem Lesen dieser Anleitung noch Unklarheiten  gibt: Die Art und Weise des Gebetes des Gesandten Allahs- Allahs Segen und Heil auf ihm -von Taslim bis Takbir als ob du es sehen würdest

Es steht jedem frei  diese Anleitung unverändert im Internet zu verbreiten oder diese auf seiner Web-Seite, in Foren usw. zu posten.

  • Die Voraussetzung für das Verrichten des Gebetes:

Der Muslim muss gewisse Voraussetzung erfüllen, damit sein Gebet gültig ist. Ich werde die Bedingungen der Übersichtlichkeit halber, ohne nähere Erläuterungen, aufführen :

  1. Das Gebet zur rechten Zeit verrichten
  2. Das Gebet muss nach dem Vorbild des Propheten erfolgen
  3. Die rituelle Reinheit (al-Wudu) muss vorhanden sein
  4. Die rituelle Reinheit des Gebetsplatzes
  5. Das Bedecken der Blöße (Sowohl der Mann als auch die Frau müssen korrekt gekleidet sein)
  6. In Richtung Qibla (Mekkah) beten
  7. Das Fassen der Absicht zu dem entsprechenden Gebet
  8. Muslim sein
  9. Die Pubertät erreicht haben
  • Anleitung des Gebet:

Es ist als Muslim wichtig, dass wir das Gebet so wie unser Vorbild Muhammad  -sallalahu ‘alaihi wa salam – verrichten, da er uns geboten hat: ,,Betet so,wie ihr mich habt beten sehen .” (Sahih al-Bukhari) Dies bedeutet, dass es, in Bezug auf die Gebetsverrichtung,  keinen Unterschied  zwischen einer Muslima (Frau) und einem Muslim (Mann) gibt. Es muss so verrichtet werden, wie es der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) verrichtet hat.

Allah – der Erhabene -hat uns täglich fünf Gebete vorgeschrieben, die alle zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden: {Das Gebet ist den Gläubigen zu bestimmten Zeiten vorgeschrieben} (4:103) Drei von den fünf Gebeten bestehen aus vier Gebetseinheiten, eines davon aus drei Gebetseinheiten und eines davon aus zwei Gebetseinheiten. In dieser Anleitung wird das Verrichten von zwei bzw. vier Gebetseinheiten beschrieben. Das Gebet besteht aus insgesamt vier Positionen (Stehen, Beugung, Niederwerfung und das Sitzen zwischen den Niederwerfungen). In jeder Position sind unterschiedliche Dinge zu rezitieren.

Nach dem alle Punkte beachtet und alle Voraussetzungen erfüllt wurden, stellt sich der Muslim nun zum Gebet in Richtung Qibla auf. Es ist darauf zu achten, dass auch die Füße gerade zur Qibla gerichtet sein müssen. Sie sollen weder zu nah aneinander noch zu weit auseinander, sondern in der ungefähren Breite der Schultern positioniert sein.

1) Takbir al-Ihram (Eröffnungstakbir)

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Fasse die Absicht zum Gebet und hebe deine Hände mit der Handinnenfläche nach außen. Dies aufgrund der Überlieferung: Abi Humadi as-Saadi sagte: “Ich habe den Propheten -salla-llahu alleyhi wa salam- gesehen, wenn er “Allahu Akbar” sagte, dann hob er seine beiden Hände parallel(Richtung Qiblah) zu seinen Schultern.” (Buchari)

Entweder in der Höhe zwischen Schultern und Ohren (siehe linkes Bild):„Er hob sie auf Schulterhöhe” (Sahih al-Bukhari und Nasaa’i) oder in Höhe der Ohren (siehe rechtes Bild) und sagte dabei laut: ,,Allahu Akbar“. (Allah ist der Größte)

Der Beweis ist: ,,So erhob er sie, bis sie sich auf einer Höhe mit [den Spitzen] seiner Ohren befanden.” (Sahih al-Bukhari und Abu Dawud: Sahih) Nachdem du das gemacht hast, folge der Anweisung im Bild 2.

2) Platzieren der Hände auf der Brust

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Anschließend verschränkst du deine Arme und legst deine Hände auf die Brust (so wie auf dem Bild 2). Entweder du umgreifst mit deiner rechten Hand die linke (siehe linkes Bild), aufgrund des Berichts: ,,Er – sall-llahu ‘alaihi wa salam- ergriff seinen linken Arm mit der rechten Hand.” (An-Nasai, Daraqutni: Sahih) oder du legst die rechte auf die linke Hand, so wie es über dem Propheten – sall-llahu ‘alaihi wa salam – überliefert worden ist (siehe rechtes Bild): ,,Er -salla-llahu ‘alaihi wa salam – legte seine rechte auf die linke Hand.” (Ibn Hibban)

Nach dem Platzieren der Hände, sprichst du jetzt (leise) das Eröffnungsbittgebet (es ist Sunna, d.h. nicht verpflichtend!): : ,,Subhänäk Allahuma wä bi-Hamdikä, wä Täbärakä-s-mukä, wä ta’alä Dschädukä, wä lä ilähä Ghairuk

Danach suchst du Zuflucht bei Allah vor dem Satan, mit folgenden Worten: ,,Ä’udhu billähi minäsch-Schäitani-r-radschiem“. Anschließend ließt du Sure 1- al-Fatiha- (Die Eröffnende) aus dem ersten Kapitel des Qur’an. Dies stellt eine unvermeidliche Pflicht dar (das Lesen der Al Fatiha) und muss bei jedem Gebet bzw. jeder Gebetseinheit gemacht werden.  Dies aufgrund der Aussage des Propheten (Allahs Segen und Friede auf ihm): ,,Es gibt kein Gebet für jemanden, der [darin] nicht [wenigstens] den eröffnenden Teil rezitiert” (Sahih al-Bukhari). Die Al Fatiha lautet wie folgt: ,,Bismillähi-r-rahmäni-r-rahiem. Älhamdu-lillähi rabbil ‘alämien. Ar-Rahmänirrahiem. Mäliki Yäumid-dien. Iyyäkä na’budu wä iyyäkä nästä’ien. Ihdinäs-siratal-Mustäqiem. Siratal-lädhi-nä än’amtä ‘aläihim. Ghairil-mäghdubi ‘aläihim, wälad-dal-liin“.

Nach dem Rezitieren der Fatiha sagt man ,,Ämien“. Im Anschluss daran kann man eine weitere Sure (wie z.B. die kurzen Suren “Al-Ikhlas” oder “Al-Falaq”) oder einige Qur’anverse rezitieren. Dies ist aber nicht verpflichtend, sondern Sunna (freiwillig). Sure Al-Fatiha (und weitere Suren oder Quranverse die du danach lesen willst) muss in den Gebeten Maghrib, Ischa und Fajr laut gelesen werden (in den ersten zwei Gebetseinheiten). In den Gebeten Dhuhur und ‘Asr wird leise rezitiert.

3) Der Rukuu’ (die Beugung)

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Nach dem man die Anweisung bei Punkt 2 befolgt hat, folgt die nächste Position. Hebe deine Hände genau so wie zu Beginn des Gebetes (so wie es Bukhari und Muslim über den Propheten überliefert haben) und spreche dann den Takbir: ,,Allahu Akbar“. Nun begebe dich in die gebeugte Position (siehe Bild #3). Beuge deinen Oberkörper nach vorne, wobei dein Rücken gerade sein soll. Hierzu wird authentisch überliefert: ,,Wenn er – salla-llahu ‘alaihi wa salam – Rukuu’ machte, hielt er seinen Rücken gerade und waagerecht, sodass wenn Wasser darauf gegossen worden wäre, wäre das Wasser dort geblieben.” (Sahih al-Bukhari, Bayhaqi, Tabaraani). Nach dem du dich vollständig gebeugt hast (wie im Bild), sage 3 mal:

,,Subhanä rabbiyä-l-’adhiem“  (Makellos ist mein Herr, der Gewaltige).

Umgreife in dieser gebeugten Position mit deinen Händen deine Knie, so wie es Imam Bukhari und Abu Dawud überlieferten.

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4) Das Aufrichten nach der Verbeugung

Nun richtet man sich von der Verbeugung wieder auf, hebt die Hände (wie zu Beginn #1) und sagt dabei: ,,Sämi’ Allahu limän hamidä” (Allah hört den, der Ihn lobpreist)

Danach platziert man die Hände wieder auf der Brust (siehe Bild #4) und sagt: ,,rabbänä wä läkä-l-hamd“ (Unser Herr, und aller Preis sei Dir).

Man kann noch hinzufügen – was eine Sunna ist und keine Pflicht dar stellt(!): ,,Hamdän Käthiran, tayyibän mubärakän fieh” (Reichliches, gutes und gesegnetes Preisen). Und das Platzieren der Hände auf der Brust, nach der Aufrichtung von der Verbeugung entspricht dem Hadith des Wali ibn Hujr, in dem er sagte: “Ich sah den Propheten – sall-llahu ‘alaihi wa salam , als er im Gebet stand, legte er die rechte Hand auf die Rückseiten der linken Hand, des Handgelenks und des Unterarms.” Es wurde von Abu Dawud und An-Naasa’i mit einer guten Kette berichtet, dass der Prophet sall-llahu ‘alaihi wa salam – beim Stehen im Gebet seine rechte Hand auf seine linke Hand über seine Brust zu legen pflegte. Dies entspricht dem, was Al-Bukhari in seinem Sahih von Sahl ibn Saad durch Abu Haazim zitierte, der sagte: “Die Leute wurden angewiesen, ihre rechten Hand im Gebet auf den linken Unterarm zu legen.” Abu Haazim sagte: “Ich weiß, dass der Befehl vom Propheten – sall-llahu ‘alaihi wa salam – kam.” Dies zeigt, dass man, wenn man im Gebet steht, die rechte Hand auf die linke legt. Dies gilt allgemein für jedes Stehen, also vor der Verbeugung als auch danach.

5) Das Sich Niederwerfen

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Nun begibst du dich in die Niederwerfung, in dem du (wie in jeder Position) den Takbir,,Allahu Akbar” (Allah ist der Größte) sagst.

Dabei gehst du zuerst mit deinen Knien zu Boden (siehe Bild # 5), so wie es von Waa’il Ibn Hujr – Möge Allah mit ihm Zufrieden sein – überliefert wurden ist: „Ich habe gesehen, wie der Prophet beim Niederwerfen seine Knie vor seinen Händen aufsetzte. Und wenn er sich (von der Niederwerfung) erhob, hob er seine Hände vor den Knien.“(Sahih Überlieferung: Sunan Ad-Darimi, Sunan ‘Abi Dawud, Sunan Ad-Daraqutni, Sahih Ibn Hibban, Sahih Ibn Khuzaymah und Al-Mu’jam Al-Kabir von At-Tabarani)

 

 

Nach dem du mit deinen Knien auf den Boden aufgekommen bist, folgen deine Hände, denn Anas ibn Malik – Allah Wohlgefallen auf ihm – sagte: „[…] Er (der Prophet – sall-llahu ‘alaihi wa salaam) sprach den Takbir beim Hinuntergehen und seine Knie kamen vor seinen Händen an.“ (Überliefert wurde dies bei Sunan Al-Bayhaqi Al-Kubra, Sunan Ad-Daraqutni und Al-Mustadrak)

6) Die erste Niederwerfung

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Anschließend, nach dem deine Knie und deine Hände auf dem Boden aufgekommen sind, folgt dein Gesicht (siehe Bild #6). Deine Knie, die Handflächen, die Stirn, die Nase und die Zehen müssen den Boden berühren. Die Zehen müssen in die Gebetsrichtung (Qibla) ausgerichtet sein und die Fersen aneinander gehalten werden. Die Unterarme dürfen nicht den Boden berühren, sondern müssen angehoben und somit vom Boden entfernt sein. Dies gemäß der Überlieferung: ,,Wenn ein Diener sich niederwirft, werfen sich sieben Glieder mit ihm nieder: sein Gesicht, seine Handflächen, seine Knie und seine Füße.” (Muslim, Abu Awanah und Ibn Hibban) Weiterhin gemäß der Überlieferung über die Art und Weise der Niederwerfung: ,,Niemand sollte die Arme auf den Boden legen, auf die Weise, wie ein Hund sich legt.” (Ahmad, Tirmidhi)

Wenn man nun alles beachtet bzw. befolgt hat und die richtige Art der Niederwerfung durchgeführt hat sagt man in dieser Position drei mal: ,,Subhanä rabbiya-l-a’ala

7) Das Iftirash-Sitzen zwischen den beiden Niederwerfungen

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Nach dem du Ziffer 6) befolgt hast, richtest du dich aus der Niederwerfung auf und nimmst die sitzende Position ein (siehe Bild #7). Bei dieser Haltung liegt dein linker Fuß unter deinem Gesäß und dein rechter Fuß ist mit den Zehen aufgerichtet, so wie es vom Propheten – sall-llahu ‘alaihi wa salam – überliefert worden ist:

Lege in der sitzenden Position deine Hände auf den vorderen Teil deiner Oberschenkel. Nach dem du diese Schritte befolgt hast sagst du in der Position 3 mal: ,,Rabbi-ghfir li” (Mein Herr, vergib mir)

 

8) Der zweite Sudschud (Niederwerfung)

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Nach dem du Bild # 7 und die dazu gehörenden Anweisungen befolgt hast, folgt der nächste Schritt, welcher eine Wiederholung ist. Werfe dich ein zweites mal nieder und sage erneut ,,Allahu Akbar“. Dann begebe dich wieder in die Niederwerfung, so wie unter Punkt # 6 erklärt. Sage, wie bei # 6, in der Niederwerfung wiederrum 3 mal folgende Lobpreisung Allahs: ,,Subhanä rabbiya-l-a’ala

Das war nun eine Gebetseinheit! Zur Verrichtung der zweiten Gebetseinheit stehst du aus der Niederwerfung auf, sagst dabei ,,Allahu Akbar” und kehrst wieder zurück in die stehende Haltung (siehe Bild #2), wobei die Hände auf der Brust platziert werden. Nun fängt die zweite Gebetseinheit an! Befolge die o.g. Punkte zum Verrichten der zweiten Gebetseinheit. D.h. das Rezitieren der Sure al-Fatiha, die Beugung, das Aufrichten aus der Verbeugung usw. Wiederhole alles genau so, wie bei der ersten Gebetseinheit.

Wenn du nun die zweite Gebetseinheit durchgeführt hast und dich in der Niederwerfung befindest, so richte dich nach der zweiten Niederwerfung wieder auf und sage ,,Allahu Akbar“, so wie in jeder Position. Jedoch stehst du nicht auf, sondern bleibst in der sitzenden Haltung!

Nach jeden zwei Gebetseinheiten muss der Taschahhud (leise vor sich hin) gelesen werden.

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Man ist noch in der sitzenden Haltung für den Taschahhud.  Jetzt ließt man den Taschahhud, der wie folgt lautet: ,,At-Tahiyyätu lillähi was-salawätu wat-tayyibät. Äs-sälämu ‘aläyka äy-yuhän-näbyi wä rahmätullahi wä bärakätuh. Äs-sälämu ‘alaina wä ‘ala ‘ibädillähi-s-salihien. Äschhädu än lä ilähä il-lallah wä äschhädu än-nä Muhammadän ‘abduhu wä rasuluh.”.

Dabei bewegt man seinen Finger leicht auf und ab und richtet während des Taschhahud seinen Blick zum Finger. Dies machst du so bei jedem Sitzen im Taschhahud. Dies gemäß der Überlieferung: „Er – sall-llahu ‘alaihi wa salam – spreizte seine linke Hand auf seinem linken Knie, drückte alle Finger seiner rechten Hand zusammen, zeigte mit dem Zeigefinger in Richtung Qibla und blickte ihn (d.h. seinen Finger die ganze Zeit) an.” (Sahih Muslim)

Wenn du ein Gebet verrichtest, welches aus mehr als zwei Gebetseinheiten besteht, stehst du nach der zweiten Gebetseinheit auf (nach dem Befolgen des Punkt # 9). Dabei sagst du, wie bei jeder Position, ,,Allahu Akbar” und begibst dich in die stehende Haltung, mit auf der Brust verschränkten Armen, so wie zu Beginn (Siehe Punkt # 1 bzw. 2). Nun verrichtest du wie oben erklärt noch zwei weitere Gebetseinheiten.

Wenn das (Pflicht) Gebet, welches du verrichtest, aus nur zwei Gebetseinheiten besteht (wie z.B. das Morgengebet – al-Fajr.) dann stehe nicht auf, sondern bleibe sitzen und lese zu deinem Taschhahud noch die Segenswünsche für den Propheten (was Pflicht ist!). Diese lauten: ,,Allahumma sal-li ‘ala muhammäd wä ‘ala äli muhammäd kämä sal-laitä ‘ala ibrahim wä ‘ala äli ibrahim, in-näkä hamdiun mädschied. Allahumma bärik ‘ala muhammäd wa ‘ala äli muhammäd kämä bäraktä ‘ala ibrahim wä ‘ala äli ibrahim. In-näkä hamdiun mädschied.”.

Den Taschahhud mit den Segenswünschen auf den Propheten – sallahu ‘alaihi wa salam –  ließt du immer in der letzten Gebetseinheit des jeweiligen Gebetes.

Wenn du also ein Gebet mit vier Gebetseinheiten (z.B. Dhuhur, ‘Asr und Ischa) verrichtest, liest du in der zweiten Gebetseinheit nur den Taschahhud und in der vierten Gebetseinheit (also der letzten) den Taschahhud + die Segenswünsche. Und wenn du ein Gebet mit drei Gebetseinheiten (Maghrib) betest, liest du in der zweiten Gebetseinheit nur den Taschahhud und in der dritten (also der letzten Gebetseinheit) den Taschahhud + die Segenswünsche. Und bei einem Gebet mit zwei Gebetseinheiten (al-Fajr) betest du in der zweiten (also der letzten Gebetseinheit) Taschahhud + die Segenswünsche. Nach dem letzten Taschahhud (also Taschahhud und Segenswünsche) kommt der Taslim, das Austreten aus dem Gebet mit dem islamischen Gruß.

Um das Gebet abzuschließen (wenn du damit fertig bist, also in der sitzenden Haltung den Taschahhud + die Segenswünsche gelesen hast) wende dein Gesicht nach rechts, während du sagst: ,,Äs-sälämu ‘alaikum wä rahmätullah“. Dann wendest du dein Gesicht nach linkst und sagst nochmal ,,Äs-sälämu ‘alaikum wä rahmätullah

Für jene denen diese Anleitung nicht ausreicht, empfehle ich die Videoreihe

Das Gebet des Propheten von Takbir bis Taslim – Sheikh Salih al-Munajid

Und Alles Lob gebührt Allah

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Posted in: b) Salah (Gebet)